Landschaftspflege:


Alleinstellungsmerkmal der Klosterbucher Saatgut-

mischung für die Dämme von Klosterbuch

Klosterbucher Saatgutmischung auf einem Probedamm getestet
Klosterbucher Saatgutmischung auf einem Probedamm getestet

Nach den verheerenden Auswirkungen der Hochwasser in den Jahren 2002 und 2013 wurden verschiedene Varianten des Hochwasserschutzes für Klosterbuch untersucht und die Entscheidung für einen Ringdeich nach dem Denken der Zisterzienser Mönche gefällt. Der Staatsbetrieb Landestalsperrenverwaltung baut nun einen Ringdeich mit Hochwasserschutz-mauer um die Ortslage Klosterbuch an der Freiberger Mulde.

 

Aufgrund der Artenvielfalt der Gräser und Kräuter auf den alten Dämmen von Klosterbuch wurde über mehrere Jahre mit Helfern des Vereins Be-Greifen e.V. einheimisches Saatgut gesammelt. Dies wurde dokumentiert und wissenschaftlich begleitet in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Bernburg, der Landestalsperrenverwaltung sowie ehemaligen Mitarbeitern der Martin-Luther-Universität Halle. Die richtige Zusammensetzung der verschiedenen Pflanzenarten für eine Begrünung der Dämme, im Sinne des Naturschutzes aber auch ingenieurbiologisch verantwortbar, wurde durch die Einsaht von Probedämmen untersucht.

 

Dadurch entstand die Klosterbucher Saatgutmischung mit Alleinstellungsmerkmal für die Sanierung der Dämme von Klosterbuch entlang der Freiberger Mulde im FFH Gebiet. Die Einsaat des regional gewonnenen Saatgutes sowie die nachhaltige Pflege der neuen Dämme durch Moor- und Heidschnucken, sowie die Erzgebiergsziege (eine vom Aussterben bedrohte Nutztierrasse), unterstützt die NABU Gruppe Klosterbuch in Zusammenarbeit mit dem Be-Greifen e.V. und dem Fachwerk-/Archehof e.V. Klosterbuch.